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Sonntag, 11.11.2007

UMZUG! kHOSSmos macht einen auf Wordpress unter www.kHOSSmos.org



Liebe Leserinnen und Leser,
dieses Blog zieht um! In Zukunft wird der kHOSSmos unter eigener Domain, kHOSSmos.org, zu finden sein. Ich verabschiede mich hiermit von blogg.de und sage Danke für den Service und das hosten all meiner geistigen Ergüsse.


Blogg.de hat mir einige Zeit richtig gute Dienste geleistet. Als Beta-Tester war ich einer der ersten, die mit blogg.de experimentierten. Größere Probleme hatte ich nie und wenn mal was schief gelaufen ist, durfte ich mich über einen blitzschnellen und sehr netten Support freuen.

Irgendwann jedoch ebbte meine Begeisterung so langsam ab. Meine Anfragen blieben immer öfter unbeantwortet. Extrem nervig war auch das hohe Kommentar-Spam-Aufkommen. Plötzlich landeten über Google Menschen auf dieser Seite, die auf der Suche nach Porno-Content waren, nur weil ich nicht mit der Vernichtung der entsprechenden Spam-Einträge hinterher kam. Inzwischen gibt es einige Mittel und Wege, das Spam-Aufkommen erfolgreich zu reduzieren. Warum blogg.de diese nicht ausreizt bleibt mir schleierhaft.

Wie dem auch sei. Der Umzug zum neuen Hoster ist perfekt. Von nun an werden Sysprovide und Wordpress den kHOSSmos beheimaten. Daher bitte ich recht freundlich zum zahlreichen Besuch des neuen Domizils und verabschiede mich zunächst von hier aus mit einem Klick!

Donnerstag, 01.11.2007

Schnelle Kiste

Nach dem Motto drive on drinks statt drink and drive wird in folgendem Video unter Beweis gestellt, dass Bierkisten deutlich mehr Verwendungsmöglichkeiten bereit halten, als ihnen gemeinhin zugetraut werden.
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Verwaltungsgericht Gießen: "Studiengebühren verstoßen gegen die hessische Verfassung"

Soeben erreicht mich die Meldung, das Gießener Verwaltungsgericht habe die Verfassungsmäßigkeit der in Hessen erhobenen Studiengebühren "erheblich" angezweifelt.

"Wie das Gericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Eilbeschluss entschied, widerspricht das hessische Studienbeitragsgesetz dem Artikel 59 der Landesverfassung. Darin ist geregelt, dass die Erhebung von "Schulgeld" nur bei wirtschaftlich leistungsfähigen Studenten zulässig ist."


Den ganzen Artikel gibt's bei FR-online.

[via Mike per icq]

Der Menschen Wort

Gefunden auf einem Lesezeichen zum Mitnehmen mit dem Titel "Die Lieblingsgedichte der Germanisten" in der ultrahippen cUBar der Uni Gießen:

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn, und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.


Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

Dienstag, 30.10.2007

Chapeau, Frau Hamann!

Evelyn Hamann ist Sonntagnacht gestorben. Hier ist sie nochmal in einer ihrer größten Loriot-Rollen zu sehen, mit dem Sketch "Die englische Ansage".

Sonntag, 28.10.2007

"Da känn isch ja glaisch nach Offebach foahn" - Ein Spielbericht über Stadionwurst, Che Guevara und das 'Fraport-Team'

Da verirrt man sich einmal im Jahr im Frankfurter Fußballstadion, um sich ein Eintracht-Spiel anzuschauen und dann sowas. 44.699 Zuschauer und ich waren am Freitag Zeuge des wahrscheinlich langweiligsten Bundesliga-Spiels in der Geschichte des deutschen Fußballs. 0:0 gegen Hannover 96 - ein quälendes Herumgekicke, gezeichnet von Fehlpässen und Ideenlosigkeit. Höhepunkt des Abends war ganz klar die Stadionwurscht - obwohl das dazugehörige Brötchen durch die Konsistenz von Schaumgummi abstieß.

Ich, als frisch gebackener Fan (inzwischen fühle ich mich in fußballerischen Belangen wieder dem Neutralitätsgebot verpflichtet. Oder sagen wir besser, die Gleichgültigkeit ist wieder eingekehrt) gab mir nun wirklich Mühe - obwohl ich keinen blassen Schimmer von der Bundesliga habe. Ich habe brav die zuvor im Schnellkurs erlernte Eintracht-Hymne "gesungen" ("Eintracht vom Main, nur du allein sollst siegen..."), bei der Vorstellung der Mannschaft die Nachnamen der mir zu 90 % völlig unbekannten Spieler herausgeschrien (Anzeigetafel sei dank), Anfeuerungsrufe aus der Westkurve mitgegrölt ("Eintracht Frankfurt Olé...") und auch beim kleinsten Anflug eines Anlasses stets geklatscht, manches Mal auch "Jawoll" und "schööön" (für die Eintracht) bzw. "Eeeeey" und "Sauereiii" (gegen Schiri und Hannoveraner) gerufen. Es half alles nichts.

Die letzte halbe Stunde habe ich dann die Fans und das Station gemustert und mich interessanteren Fragen zugewandt: Wie kann man einem solchen Fußballtempel nur den hässlichen Namen "Commerzbank Arena" geben? Das Labeln von (vermeintlich) öffentlichen Gegenständen ist wirklich abstoßend, eine stinkende Blüte der Konsumgesellschaft. Komisch, dass Eintracht Frankfurt noch nicht Fraport-Team heißt. Erklären müsste mir auch mal jemand, was eine Che Guevara-Fahne im Fanblock der Eintracht zu suchen hat. War Che etwa Eintracht-Fan? Ist die Eintracht der Che des deutschen Fußballs? Vielleicht weil auch die Eintracht Widersacher mit der Kugel beseitigen will? Oder harmoniert das schwarz-rote Konterfei einfach nur farblich hervorragend mit den Vereinsfarben? Unterhaltsam waren auch die Kommentare zum Spiel, die mir aus den hinteren Reihen zu Ohren kamen: "Da känn isch ja glaisch nach Offebach foahn. Da tu mer aach die Aache weh." Und ich rief ein letztes Mal: Jawoll!
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"KILL BILD"

BILDblog versteigert das von Charlotte Roche spendierte KILL-BILD-Kleid bei ebay. Zwar mag der ästhetische Wert dieses an die gute alte Telefonzelle erinnernden Textils (wobei das Material wohl eher vulkanisiert gegerbt als gewebt scheint ist) durchaus fragwürdig sein. Doch, liebe Leserinnen und Leser, es zählt, hier wie in so vielen Belangen auch, die Message. Die hauts wieder raus. Nicht zu vergessen sind auch die 11 von 10 zu vergebenden Wortspiel-Bonuspunkte. Also: Klicken, kaufen, freuen. Und natürlich: Anziehen. Denn "Spread the word" ist angesagt wenns um solcherlei Kritik an BILD geht - diesem Stück Scheiße am Schuh der deutschen Zeitungslandschaft...

Freitag, 26.10.2007

Lightning 0.7 für Thunderbird

Einfacher, praktischer, schöner: Lightning 0.7 ist da, das Kalender-Add-on für Mozilla Thunderbird. Selbstverständlich ist beides frei erhältlich. Outlook braucht kein Mensch mehr...

"Partei ohne Raum"

Die NPD hat nicht nur in Dresdener Hotels Schwierigkeiten, ein Dach über dem Kopf zu finden. Unter der schönen Überschrift "Partei ohne Raum" berichtet tagesschau.de über den Aufschub des diesjährigen Parteitages: Man fand keinen Veranstaltungsort.
Das genau sind die Zeichen, die gegen Rechtsaußen gesetzt werden müssen. Szenenapplaus für alle Hallenvermieter, die keine Rechtsextremisten bedienen!

Donnerstag, 25.10.2007

Say Anything - In Defense of The Genre

Die großartigen Say Anything haben seit zwei Tagen ein neues Album in den (amerikanischen) Läden. In Defense of The Genre heißt die Platte und reinhören kann man unter www.sayanythingmusic.com. Bestellen kann man die CD bereits jetzt über Amazon. Wer immer noch nicht weiß, wer Say Anything überhaupt sind, der klicke bittesehr eine Etage tiefer und beseitige diesen Mangel:
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Dienstag, 23.10.2007

Keine Betten für Nazis

Ein Refrain der Ärzte lautet:

"Scheint die Sonne auch für Nazis,
ich kanns nicht verstehen.
Dürfen Faschos auch verreisen,
das wär ungerecht."


Ähnlich sieht das auch Hotelmanager Johannes Lohmeyer, der unter anderem für das Holiday Inn in Dresden zuständig ist. Nach dem Eingang einer Buchung der sächsischen NPD-Fraktion lässt er die Herren in einem offenen Brief wissen, dass sie gänzlich unerwünscht sind und Nazis leider draußen bleiben müssen. Ein Beispiel für Zivilcourage, das zur Nachahmung schwerstens empfohlen ist!

"NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer


[via Hannah (thx!)]

Samstag, 20.10.2007

"I'll wait for the next one"

Donnerstag, 18.10.2007

Eva Herman is not alone - Über die Mär von Autobahnen und Familienwerten der Nazis

Eva Hermann ist nicht allein. Ganz im Gegenteil. Es gibt viele Eva Hermans. Wenn es nach einer Forsa-Umfrage geht, ist jede/r vierte Deutsche eine Eva Herman - zumindest was die Bewertung der nationalsozialistischen Verkehrs- und Familienpolitik betrifft. Denn, so berichtet der Stern:

"Auf die Frage, ob der Nationalsozialismus auch gute Seiten gehabt habe, wie etwa den Bau der Autobahnen oder die Förderung der Familie, antworteten 25 Prozent der Befragten mit 'ja'."

Es ist hinlänglich bekannt, dass Goebbels ein genialer Agitator war. Dass seine Propaganda aber bis heute so beharrlich in den Köpfen spukt, hätte der menschenhassende Manipulator wohl selbst nicht gedacht. Betroffen sind nicht nur rechtsextreme Kleingeister, die der tödlichen Ideologie Hitlers nacheifern, sondern auch viele Otto-Normal-Bürger. Am verbreitetsten ist wohl die Mär von der Autobahn, die angeblich Hitler zu verdanken sei. Viele meinen wohl, man würde heute Feldwege statt Schnellstraßen befahren wenn die Nazis nicht gewesen wären. Nur zur Erinnerung: Die Autobahn ist weder eine Erfindung der Nationalsozialisten, noch hat der Autobahnbau die Arbeitslosigkeit in großem Maßstab beseitigt.

"Der Autobahnbau brachte nur wenige tausend Menschen in Lohn und Brot, aber dafür jene ins KZ, die unter politischem Verdacht standen und sich der Maloche zu hartnäckig widersetzten. Und erfunden hat Hitler die Autobahnen schon gar nicht - die erste war noch in der Weimarer Republik eröffnet worden, im Sommer 1932 von Konrad Adenauer, später erster Kanzler der Bundesrepublik und damals Kölner Oberbürgermeister. Um sich als erster Autobahnbauer feiern zu lassen, ließ Hitler die sogenannte Adenauer-Autobahn zwischen Köln und Bonn zur Landstraße herabstufen."(SpOn)

Ähnlich verblendet ist die Einschätzung der damaligen, von Frau Herman so geschätzten Familienpolitik. Zunächst einmal war die Politik der NSDAP hochgradig frauenfeindlich. Nicht nur Hitler pflegte eine ausgeprägte Vorstellung von der Minderwertigkeit der Frau, die allein in der Abhängigkeit des Mannes existieren könne. Das nationalsozialistische Idealbild der Frau war das von der sorgsamen, gebärfreudigen Mutter, die sich neben der Kindererziehung auch um ein sauberes und geordnetes Heim kümmert und ihrem Mann treu und folgsam zu Seite steht. Dieses Bild basierte auf der Überzeugung von der Notwendigkeit der "Wiederbelebung der germanischen Rasse" und des Wachstums der "reinrassigen" deutschen Bevölkerung. Die Ehe zwischen "erbgesunden" Männern und Frauen wurde nicht allein aus moralischen Erwägungen, sondern vielmehr als "züchterische Institution" geschätzt. Neben dem Anreiz- und Indoktrinationssystem zur Steigerung der Geburten nahmen die Nationalsozialisten auch direkten Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung. Das Leitmotiv war einerseits die Vermehrung des im rassenideologischen Sinne wünschenswerten, also "erbgesunden", "arischen" Nachwuchses und andererseits die Dezimierung von "unwertem" oder als "erbkrank" bezeichnetem Leben.

Die Familienpolitik der Nazis lässt sich also einzig im Zusammenhang mit Frauenfeindlichkeit, Menschenzucht und Zwangssterilisation erklären. Wo da nun die besonderen Werte der nationalsozialistischen Familienpolitik zu beklatschen sind wissen wahrscheinlich nur Eva Herman, die NPD und andere Geschichtsverdreher.

Dienstag, 16.10.2007

Das panoptische Prinzip

"Das panoptische Prinzip leitet sich von dem Panopticon des Jeremy Bentham (1748–1832) ab. In dem von ihm entworfenen Gefängnis kann die absolute Überwachung realisiert werden, d.h. von einem zentralen Punkt aus ist jede Zelle einsehbar. Der Beobachtete weiss nie, ob er gerade beobachtet wird oder nicht. Foucault (1926-1984) sah im Panopticon ein Sinnbild für unsere heutige Gesellschaft: Jeder kann überwacht werden!" [siehe Foucault: Überwachen und Strafen]

Wer erfahren möchte, wie und wo die Datensammelwut wächst und sich die Möglichkeiten der staatlichen (sicherheitsorientierten) und privaten (marketingorientierten) Überwachung mehren, dem sei diese hübsch animierte, didaktisch wertvolle und sehr informative Flash-Animation empfohlen: http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm

Che Kessivara

Viva el comandante!

Bestellen Sie noch heute T-Shirts, Zahnputzbecher und Staubsaugerbeutel mit dem Konterfei ihrer bloggenden Lieblingsikone! Linke Attitüde garantiert! Voll revolutionär!

[via Che Guevarize!]

Sonntag, 23.09.2007

Beckstein und der digitale Fingerabdruck

Im Zuge des Abbaus der informationellen Selbstbestimmung und der Ausweitung der Bürgerüberwachung soll im November auch die digitale Erfassung des Fingerabdrucks in Personalausweisen eingeführt werden. Es überrascht kaum, dass sich Günther Beckstein als einer der entschiedensten Befürworter an vorderster Front exponiert und der Republik erklärt, dass wieder einmal alles halb so wild sei. Dazu sagte Beckstein gestern in der Tagesschau: "Ich hebe hervor, es [digitales Bild und Fingerabdruck in Ausweisen] dient ausschließlich dazu, dass das Dokument mit der Person identisch ist." Eigentlich wollte er zu unser aller Beruhigung sagen, dass die Information dazu diene, die Person anhand ihres Ausweises eindeutig identifizierbar zu machen. Stattdessen lässt er mit seinem freudschen Versprecher tief blicken. Denn die Problematik der Innenpolitik fängt genau hier an: Der Bürger wird nicht als freies Individuum geachtet, das durch unveräußerliche demokratische Rechte (inklusive der informationellen Selbstbestimmung) geschützt ist, sondern als eine effizient zu verwaltende Informationseinheit, hinter der sich ein potentielles Sicherheitsrisiko verbirgt. Diese Denkart macht Datenschutz letztendlich obsolet. Sie wird verschluckt durch einen in seiner Informationssammelwut immer weniger eingeschränkten Staat, der die Privatheit und Freiheit seiner Bürger nicht als Wert sondern Terroristenbonus verwaltet.

Samstag, 22.09.2007

Hauptsache Protest - Die Boykottalternativen des Gießener AStA

Nachdem der Boykott der Studiengebühren an der Uni Gießen vom AStA kurzfristig abgeblasen wurde, gibt man sich Mühe, irgendwie doch noch Kampfgeist zu signalisieren. So verschickte die Studierendenvertretung kürzlich per E-Mail-Verteiler Vorschläge für "Alternativen zum Boykott". Darunter finden sich spaßige Aktionen wie "1000mal 50 Cent" statt 500 EURO zu überweisen. Warum? "Immenser Verwaltungsaufwand! : )" Außerdem hat man die Aktion 'Telefonspam' in peto:

"Du überweist einen geringfügig höheren Betrag an die Universität (z.B. 50 Cent mehr) und forderst diesen anschließend schriftlich zurück. Wird das Geld nicht gleich zurück überwiesen, rufst du ständig bei der Uni an, um zu fragen was jetzt mit dem Geld ist. Warum: Dadurch entsteht enormer zusätzlicher Arbeitsaufwand."

Zwar sind die Aktionen nach dem Motto "Hauptsache nochmal irgendwas gemacht" zugegebenermaßen erfrischend sinnentleert; und mal ehrlich: wer sich will sich nicht den Spaß entgehen lassen, 1000 Überweisungsträger auszufüllen...? Allerdings sollte vielleicht doch darauf hingewiesen werden, dass die Studiengebühren auf dem Mist der hessischen Landesregierung gewachsen sind und keine Idee der universitären Verwaltungsangestellten ist. Protest um jeden Preis endet schnell in großem Scheiß. Hier besteht weder eine direkte Verbindung von Maßnahme und Ziel, noch haben die Aktionsvorschläge irgendeinen brauchbaren symbolischen Wert.

Mittwoch, 12.09.2007

Bandnamen ohne Band

Aus der Rubrik "Bandnamen, die eine Band verdienen" -

heute:

"Rachel against the machine"

Sonntag, 09.09.2007

Propaganda mal anders - Photoshop Contest bei Worth1000.com

Samstag, 08.09.2007

THE JUNIOR VARSITY – Cinematographic

Sie erinnern an die fabulösen Say anything (die übrigens in Bälde ihr drittes Album veröffentlichen, das "In Defense Of The Genre" heißen wird), glänzen aber, wie sich das für eine gute, hier gelobte Band gehört, durch das Jonglieren mit eigenen Harmonien: The Junior Varsity. Auch wenn sie bei weitem nicht an ihre Meister heranreichen ist "Cinematographic" ein gelungenes, abwechlungsreiches Album, das durch verspielte und gleichzeitig solide Gitarrenriffs, ein gekonntes Songwriting und schöne Melodien gefällt. Besondere Erwähnung gebührt dem Titel "The SKY" - ein Knallbonbon mit Hitpotential, wobei vor allem dem Gitarrenmann der Kapelle mein stehender Szenenapplaus gebührt.